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Lomé, Togo

Togo ist ein Staat in Westafrika und grenzt an Ghana (Westen), Benin (Osten) sowie Burkina Faso (Norden). Hauptstadt und Regierungssitz ist Lomé. Das Land wurde fast 40 Jahre lang vom autokratisch regierenden Präsidenten Gnassingbé Eyadéma geprägt. Nach dessen Tod 2005 wurde sein Sohn Faure Gnassingbé unter Missachtung der Verfassung von der togoischen Armee zum neuen Präsidenten ernannt. Seither konnten trotz internationalem Druck und Unruhen im Land keine verfassungsgemässen Zustände mehr hergestellt werden: Gnassingbé konnte Wahlen stets für sich entscheiden, wobei ihm die Opposition und auch die Europäische Union mehrfach massiven Wahlbetrug vorwarfen.

 

Togo hat rund 8.3 Millionen Einwohner (Stand 2020), wobei fast zwei Drittel der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiten. Zu den Grundnahrungsmitteln zählen Yams, Maniok, Mais, Hirse, Erdnüsse und Sorghum (Sorgho). Die Wirtschaft in Togo ist unterentwickelt, Korruption dominiert die Politik. Fehlende feste Arbeitsplätze und damit ein unsicheres Einkommen stellen für viele Familien ein Problem dar und setzen insbesondere Frauen unter massiven Druck.

 

Menschenhandel – besonders mit Kindern – ist ein grosses Problem. Aus Togo werden Kinder nach Nigeria, Benin, Kamerun, Liberia oder Gabun verkauft, wo sie oft als Zwangsarbeiter enden. Über 300’000 togoische Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren werden schätzungsweise in anderen Ländern als Arbeitskräfte ausgebeutet. Lomé gilt als Drehkreuz des internationalen Handels mit Kindersklaven.

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